Foto: Wolfgang Czernilofsky

Das von Otto Wagner geplante Schleusengebäude am Spitz zwischen Donau und Donaukanal in Wien Nussdorf wurde 1898 – 1899 errichtet. Mit einer sanften Sanierung 2017 wurde es zur neuen Zentrale der MA 45 Wiener Wasser adaptiert. Dabei erhielt das Schleusengebäude eine Erdbebenaussteifung und ein neues, optisch rückgebautes Hauptdach. Die oberste Ebene wurde zum Bürogeschoss ausgebaut. 2023 wurde die Außenhaut des Schleusengebäudes in einer zweiten Bauphase saniert und zugleich auf das optische Erscheinungsbild des ursprünglichen Gebäudes rückgebaut. In einer über zehnjährigen Recherche wurde das durch Feuer und Wasser verloren gegangene Archiv mit der Erfassung des baulichen Bestands und seiner gutachterlicher Dokumentation „ersetzt“, um den Behörden einen Konsens als Grundlage künftiger Arbeiten vorlegen zu können.

Die Fassade wurde demnach als Kalkputz in Weiß ausgeführt - das omnipräsente Otto Wagner „Grün“, das in Wirklichkeit erst in den 50er Jahren angebracht wurde, kam bewusst weg. Die in den 60 - 70ern Jahren total veränderten Kastenfenster wurden ebenfalls in einer zeitgemäßen Technik in das historische Erscheinungsbild zurückversetzt: schlanke hohe Flügel, kleine Oberlichten, keine Sprossen, zweifärbig braun, Eichenoptik.

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Schleusengebäude liegt das von ATP architekten ingenieure, Wien, (Architektur und Tragwerksplanung) in ARGE mit iC Consulenten (Haustechnik und Stahlwasserbau) neue hochmoderne – weltweit einzigartige - Wasserbaulabor River Lab der BOKU Wien. Hier können erstmals praxisorientierte Modellversuche mit Donauwasser im Originalmaßstab (1:1) durchgeführt werden. Die Wasserspiegeldifferenz von drei Metern zwischen Donau und Donaukanal nutzend, ermöglicht das Labor umfassende Forschungsarbeit zu den aktuell brennenden Themen wie Hochwasserschutz, Umweltschutz, Gewässermorphologie, Sedimenttransport sowie Wasserkraft und -straßen. Herzstück des Labors ist der unter dem Wasserspiegel liegende „Main Channel“, durch den ohne Pumpen bis zu 10.000 Liter Donauwasser pro Sekunde geleitet werden können.

Eine Herausforderung an die Planung stellte der Spezialtiefbau des teilweise unterirdischen Labors dar. Ein hochkomplexes System aus Stahlbeton sowie konstruktivem Stahl- und Holzbau trägt nun das Gebäude. Über energieaktivierte Bohrpfähle und die Betonkernaktivierung in den Schlitzwänden wird über das Tragwerk Erdwärme für Heizung und Kühlung genutzt.

Alles sehr spannend. Schauen Sie sich das an!

 

 

Programm

17:00 Begrüßung
Hans Staudinger, Überbau Akademie

17:05 Vorträge

Begrüßung und Darlegung des jeweiligen Tätigkeitsbereichs
Gerald Löw, Abteilungsleiter, MA 45 – Wiener Gewässer
Helmut Habersack, Leiter des Instituts für Wasserbau, Hydraulik und Fließgewässerforschung, BOKU Wien
Christoph Fehringer, Standortleiter, viadonau

Die Generalsanierung von Otto Wagners Schleusengebäude
Wolfgang Czernilofsky, Metz & Partner Baumanagement Ziviltechniker GmbH

Das architektonische Konzept für das neue Wasserbaulabor
Ursula Reiner, ARGE IC Consulenten-ATP architekten ingenieure

18:30 Führung durch das Objekt

19:45 Get-Together - mit kleinem Imbiss und Drinks

Den Folder zum On-Stage-Seminar können Sie hier downloaden.

Anmeldung:
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Anmeldeschluss: 17. Juni 2024

Storno:
Der kostenfreie Widerruf Ihrer Bestellung ist bis einschließlich 17. Juni 2024 möglich. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir bei späterem Rücktritt sowie ohne schriftliche Abmeldung eine Stornogebühr von € 30,- verrechnen müssen. Die Stornogebühr entfällt bei Nennung und Teilnahme eines Ersatzes. Bitte beachten Sie, dass wir Abmeldungen nur schriftlich annehmen können.


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Fotos: ©Wolfgang Czernilofsky | ©Baumit/Christian Postl | © BOKU/Christoph Gruber